TV vom 11.04.2013 Knipser mit ausgefeilter Technik

Karl Oustimenko ist das Gesicht beim Aufsteiger aus Watzerath. Seine feine Technik und der Torinstinkt machen den Zehner zu einem unentbehrlichen Protagonisten. Im TV-Interview erzählt der in Kasachstan geborene, ehemalige Verbandsauswahlspieler über seinen Verein, die Kameradschaft und seine Zukunftspläne.

Watzerath/Prüm. Relativ spät zog es den in Kasachstan geborenen Ausnahmefußballer zum Kicken. Als er zwölf war, meldete er sich beim SV Prüm an und wurde schnell zum Talent auserkoren. So spielte Karl Oustimenko etliche Jahre in seiner Jugend in der Kreisauswahl und auch in der Rheinland-Verbandsauswahl. Sein erster Trainer beim SV Prüm hieß Peter Hack, später in der Auswahl dann Eugen Hennig, der jetzige SG-Vorsitzenden beim Rheinlandligisten Kyllburg/Badem. Ein Beinbruch warf den jungen Karl Oustimenko aus der Bahn, so dass eine eineinhalbjährige Pause folgte. „Das war besonders schmerzhaft für mich. Ich wollte schon ganz mit dem Fußball aufhören“, sagt der in Prüm lebende heutige Torjäger.
Als in der Oberliga der SV Prüm schon auf dem absteigenden Ast war, machte der Vater zweier Töchter (sieben Monate und sieben Jahre alt) noch einige Spiele mit und nutzte anschließend ein Probetraining in Watzerath für seine heutige Leidenschaft.
„Ich bin einfach in Watzerath hängengeblieben, war nur zwischendurch für ein halbes Jahr beim Bezirksligisten Auw. Das ganze Umfeld, die Leute, der Vorstand, die Trainer und auch meine Mitspieler sind genial in Watzerath. Ich fühle mich richtig wohl hier“. Aus dem Probetraining wurden schließlich acht Jahre. „Hier komme ich mit jedem klar, man kümmert sich rührig um alles und auswärts fahren so viele Zuschauer mit, dass sie oft in der Überzahl sind. Das ist großartig.“

Drei Siege zum Klassenerhalt

Geht es nach Oustimenko, braucht der Club noch drei Siege, um ganz sicher die Klasse halten zu können. „Denn mit 30 Punkten steigst du nicht ab. Wir haben einen guten Lauf derzeit. Die Kameradschaft ist einmalig. Es gibt keine Cliquenwirtschaft. Wir sitzen oft nach dem Spiel noch lange zusammen bei einem Bierchen und werten das Spiel aus.“
Zu seinen Zielen äußert sich der 30-jährige Vollblutstürmer wie folgt: „Ich möchte noch fünf Jahre verletzungsfrei in Watzerath spielen und helfen, den Verein in der A-Klasse zu etablieren.“
Derzeitig hat Oustimenko 16 Tore – Jahr für Jahr steht der gebürtige Kasache weit oben in den Torschützenlisten. Für ihn ist die Stürmerposition „die schönste überhaupt. Es ist fantastisch, wenn du Tore für die eigene Mannschaft schießen kannst. Da ich in Watzerath nominell der einzige Stürmer bin, gelingt mir das ganz gut“, flachst der Automobilverkäufer. Seine außergewöhnliche Technik, seine Dribbelstärke und der präzise Schuss ist so mancher Abwehr schon zum Verhängnis geworden.
Trainer Norbert Hacken weiß: „Karl ist eine Waffe für uns. Er erfasst Situationen schon im Voraus und weiß immer, wo das Tor steht.“ L.S.